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Von Doubs zu Doubs

 

PSV-Hemsbach

Vier Stunden lang Schwelgen in Vorfreude, das boten Anne-Laure und Dieter Maupai am Französischen Abend den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins. Im festlich geschmückten Sitzungssaal des Alten Rathaus Hemsbach tafelten knapp 70 Neugierige wie "Gott in Frankreich" und gleichzeitig steigerte sich ihre Lust auf die Reise im Juni 2020, die vom Ehepaar Maupai mit Unterstützung des früheren Geschäftsführers Walter Toewe bereits fest gebucht wurde.

Den Crémant du Jura, den Weiß- und Rotwein sowie die Zutaten für die einzelnen Gänge und den Absacker hatten die beiden Scouts direkt aus dem künftigen Reiseziel importiert. Die relativ unbekannte Region Franche-Comté – zu Deutsch: Freigrafschaft Burgund- wurde diesmal ausgewählt, da sie, an der Grenze zur Schweiz gelegen, an einem Reisetag zu erreichen und aufgrund der geographischen wie geologischen Lage und seiner wechselvollen Geschichte ungemein interessant ist.

Das Motto des Abends "Von Doubs zu Doubs" erklärt sich aus der Tatsache, dass der Hauptfluss Doubs, zwar 450 km lang ist, seine Quelle und Mündung jedoch nur 90 km voneinander entfernt. Denn er mäandert durch die gebirgige Landschaft, schlägt Haken, versickert hier und bricht anderswo in Kaskaden wieder ans Tageslicht.

Dieter Maupai unterbrach die Darreichung der lukullischen Genüsse wie Apéritiv, Charcuterie, Fromage und Dessert samt Espresso bzw. Absacker jeweils mit handfesten Informationen und verlockenden Fotos. Da ging es von der Festung Belfort, das auf der Hinreise besichtigt wird, ins Standquartier in Malbussion (Französischer Jura). Das Hotel liegt direkt an einem See und besteht aus drei Häusern, die, wie seine drei Restaurants, unterschiedlich möbliert sind: im Landhausstil, Empire und elegant modern.

Von dort aus werden die Hemsbacher ihre Erkundungen starten. Dieter Maupai führte sie schon mal ein: gespickt mit Fakten und Anekdoten ging es von der Käserei zum Bauernhof, von der altehrwürdigen Abtei aus dem 10. Jahrhundert ins kleinste und eines der ältesten französischen Weinbaugebiete, vom Museum Courbet etwa ins Maison de Pasteur, an die Wasserfälle sowie in die Absinth-Destillerie.

Zum Abschluss servierten die Maupais köstlichen Macvin du Jura (ein Gemisch aus Traubenmost und Tresterschnaps im Verhältnis 2:1) und als Clou des Abends von Dieter Maupai eigenhändig gebackene, mit Himbeerkonfitüre gefüllte Tartes aux Amandes. Das Rezept gab's auch noch dazu. (juri)

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© Bilder: Günther König